39 stunden vor hausarbeiten abgabe zerlegt und zerschiesst es meinen laptop.
Montag, 29. September 2008
Freitag, 26. September 2008
Mittwoch, 24. September 2008
und der, der als erstes nach hause kommt und in den briefkasten guckt, der findet als erstes den weissen umschlag mit dem feinen grauen rahmen.
10 minuten zum sammeln, die richtigen worte suchen, die falschen vergessen.
gleich werde ich den hörer in die hand nehmen, wählen, warten.
und dann die worte sprechen.
Dienstag, 23. September 2008
Sonntag, 21. September 2008
im ersten fach liegen die losen zettel, im zweiten vor- und nachhang, im dritten fach befindet sich die erste richtige korrekturprobe und im vierten dann der schein. die blätter wandern von fach zu fach und kaum ist man beim schein angekommen wird die sicherheitskopie gebrannt, die arbeit in folie gepackt, die bücher in die tasche geräumt und die spuren beseitigt. dann die neuen bücher rausholen. und wieder von vorne: ins erste fach die losen zettel, im zweiten vor- und nachhang, im dritten irgendwann die erste richtige korrekturprobe und dann wieder der schein.
2 einhalb mal noch diese tour.
und dann wars das.
fürs 2. semester.
Freitag, 19. September 2008
sie sagt, sie stand in diesem schlafzimmer. und die tapete an seiner wand, es war genau die tapete, die sie vor jahren unbedingt hat haben wollen. er stand auch da. und hat gegrinst. und sie, sie stand da. und hat gedacht: diese eine tapete. aus 3 millionen tapetenbüchern diese eine tapete. hätte sie das gewusst, dann hätte sie die scheidung jetzt schon längst hinter sich.
sie hat es aber nicht gewusst.
Dienstag, 16. September 2008
dry lips
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die ruhe vor dem sturm. und dann seh ich sie den berg hochkommen. der erste wagen, dann noch einer, und noch einer. und noch einer und noch einer und noch einer. und nach 10 sekunden ist es dann vorbei mit der stille.
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und als sie erklärt, wie lange sie heute morgen schon gekämpft haben. weil er die matschsachen nicht anziehen wollte. weil er angst hatte, dass die anderen ihn auslachen. da denke ich mir "mensch. was geht in diesen kindern vor?" und verkneife mir die frage, ob ich ihm mir ausleihen könnte. um ihn als lebendes beispiel an meine hausarbeit zu hängen.
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dieser eine moment. als sie durch die tür kommt und sofort eine traube von kindern um arme, beine, rücken hängen hat. ich bleibe am fenster stehen, schaue ab und zu hin und ganz kurz treffen sich unsere blicke. als die kinder dann fertig sind kommt sie zu mir und ohne etwas zu sagen liegen wir uns in den armen.
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wir sitzen im kreis und zeigen im blitzlich stolz die dinge vom vormittag. die verletzungen werden als besonders mutig und besonders gefährlich eingestuft. von meiner position aus habe ich alles im blick. aber immer wieder springt der blick aus dem kreis. weit weg. und ich muss mich immer wieder ermahnen.
auch ermahen muss ich mich, als ich dort an der strasse stehe. und die autos durchwinke. und sie dort sitzen sehe. wie sie die äste an die seite biegen, sich kugeln und stapeln, nur um ja nichts zu verpassen. und als grad kein auto in sicht ist, laufe ich schnell rüber, quetsche mich dazwischen und werde auch gleich sofort angestupst. "er hat ein vorwerk dran. siehst du das?" wir beobachten alles. wie er fährt, wie er wendet, wie sie tauschen. wie fasziniert sie sind. wie fasziniert ICH bin. himmel, dass kann so nicht weitergehen. bei ihnen schon. aber nicht bei mir.
(als dann alle weg sind. und er der letzte ist. zwei sekunden nach aufnahme des bildes dreht er sich um und sagt: "meine mama ist sooo nett, wenn sie immer so viel zu spät kommt. weil dann kann ich länger beim heckseln zu gucken.")
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so caught up in the speed of the days
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wie er mich noch auslacht, mit meiner schneehose und noch sagt "heute wirds warm. wetten?" und ich ihm auf die stirn tippe und sage "pah. du spinnst wohl." (und wie ich dann mittags ins schwitzen kam.) (ich frage mich, ob er die kiste bier damals bekam. ansonsten ist es dann jetz soweit.)
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ich brauch die luft, den platz, die freiheit. in den räumen ist es mir zu stickig, zu muffig. wie losgelöst ich heute war. und wie gut die nachmittagsschicht ging. weil wir alle zufrieden und müde genau wussten, was wir wollten. und ich machen durfte. wie ich wollte. und wie sie dann sagte, ich solle doch tauschen. freiburg gegen paderborn. festeinstellung. da geht mir das herz auf wie schon lang nicht mehr. gleichzeitig denke ich: ha. genau deshalb werde ich es NICHT tun. und alles, was ich hoffe, ist, dass sie es weitererzählt.
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erst: wie ich zurückrolle. oben am berg.
dann: wie ich auf die fresse flog. mitten am berg
am ende dann: wie ich denke: mist. unten am berg.
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ich sagte, ich wollte nicht lästern. im eifer der diskussion kriegen sie gar nicht mit, wie ich mich sehr wohl über die zickerei freue.
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what makes it shine, what makes it mine
but I don't care.
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wie ich gesessen habe. vor 23 zeilen. und wie ich nicht vorwärts und nich rückwärts kam. nur seitwärts. und dabei: tryin to make no sound.
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das telefon. der tausch. der unfaire tausch.
Montag, 15. September 2008
nichts.
und ich, ich kann nicht.
der fight zwischen gut und böse.
und wenn ich dort sitze ich werde wieder wie gelähmt sein. im kopf. mir wird nichts mehr einfallen, ich werde improvisieren. mehr schlecht als recht. und ich kann nur hoffen, dass es niemandem auffällt.
und demnächst die fahrt, beinhaltet sie dann nicht alles? heisst das nicht, dass alles geschafft ist? alles vorbei? und bringt sich mich dann nicht näher? ich will doch noch, oder? vor allem aber heisst sie, dass alles vorbei ist. wieder ein semester durch ist. angesichts dem unwillen und der unfähigkeit eine durchaus gute option.
Samstag, 13. September 2008
tickin clocks
und ich muss mich aufsetzen, als er im türrahmen steht. und kurz erzählt. von der bühne, und vom sänger. ich kann es nicht glauben. wie er da steht und es erwähnt. bühnenrand und gelbes bändchen. man ej. das war doch meine idee.
Donnerstag, 11. September 2008
heimweh nach der stadt
der mann mit hut eröffnet eine kneipe. fast direkt vor meiner haustür. wie geil ist das denn? und wieso bin ich da nicht eher drauf gekommen? und wieso bin ich nicht da?
und überhaupt. die stadt!
wenn ich nur daran denke.
ich werd ganz hibbelig.ich vermisse sie.
ein bisschen.
Dienstag, 9. September 2008
irgendwann wird das gras klamm. der platz neben mir ist unbesetzt, niemand darf sich setzen, ich halte ihn frei für den winter. ich kann ihn schon riechen, den schnee und den regen, die kalte nacht und die eiskalte luft. wir schauen zusammen über das dorf. ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, einmal habe ich jemanden mit hier hoch genommen. ich versuche mich zu erinnern, aber ich weiss nicht mehr. ich weiss vieles nicht mehr. es ist lange her. was wohl passiert, wenn ich morgen aufwache? ist irgendwas anders? dreht sich die welt schneller? ist jemand abgestiegen? was ist über nacht passiert auf der welt? dann ruft der mitbewohner an. erzählt von verdrehten kontonummern, verpatzten soundchecks und weissen hasen. ich kann weder folgen noch zuhören. wir verabschieden uns und ich lege auf. wie sie eben mit mir über die wiese gelaufen ist. sie wird älter. jeden tag. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? wenn sie nicht mehr da ist? was wird das für ein tag? ich kann es mir nicht vorstellen. ich schaue über das dorf. hier bin ich gross geworden. hier gab es die schönsten winter. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? und die erinnerungen an früher immer blasser werden? wenn ich mich auf einmal gar nicht mehr erinnern kann? dann fällt mir ein, dass ich wieder vergessen habe der hochschule zu schreiben. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? und das studium nicht mehr das ist, was es mal war? dreht sich die welt dann schneller oder langsamer? oder was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? in einem anderen land, am ende der welt? dreht sich die welt dann schneller oder langsamer? und was wohl passiert, bis sich meine welt gar nicht mehr dreht? weder um mich noch um ein 'dich' noch um sich selbst? dann klingelt wieder das telefon, es schreibt der entfernte bekannte. entfernt, weil er in den bergen sitzt. bekannt, weil ich nicht weiss, was er sonst ist. was wohl passiert, wenn ich morgen aufwache? weiss ich dann, was er ist? oder ist es immer noch okay, so wie es ist? dann sehe ich, wie wie sich untem am hang ein fenster erhellt. wie sich menschen hinter den vorhängen bewegen. was wohl gerade an anderen orten der welt passiert? sitzt irgendwo jemand, der aufgehört hat zu fragen? oder gerade erst damit begonnen hat? jemand mit den antworten, die ich brauche? dann bemerke ich, wie sich das fieber wieder ausbreitet. mich wärmt. das schlimmste ist, auf das radfahren zu verzichten. beim fahren finde ich antworten. auf alles. stattdessen sitze ich auf dem hügel. schaue auf das dorf hinunter. anfangs nur mit einer frage. ich wollte wissen, wieso es so schwer ist. wieso man überhaupt etwas aufgeben muss. jetzt sind es so viele fragen. irgendwann steh ich wieder auf und gehe. jetzt sind zwei plätze unbesetzt. es ist anscheinend doch noch zu früh für den winter.
Montag, 8. September 2008
und jedes mal denke ich: "wahnsinn. sowas hat die welt noch nicht gesehen. besser gehts nicht." und dann weiss ich nicht was ich sagen soll, wenn ich immer wieder sehe: wahnsinn. es geht NOCH besser.
(aber bei amanda palmer und the section quartett hör ich auf. besser soll es gar nicht sein.)
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genau das ist es. ein pol. und kein schwankendes etwas, kein wankendes etwas. ein pol. eine ruhezone.
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wie ich auszog um zigaretten zu holen. wie ich als nichtraucher zurück kam.
wie ich auszog um zu gehen. und als arriver wiederkam.
wie ich auszog um zu lieben. und mit
wie ich auszog um zu lernen. und
wie ich auszog um zu leben.
und wie ich auszog, um
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sibi, altes haus!
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shot statt spot
kürbis statt sonnenblume
der unterschied zwischen nicht und kein.
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wake up now, it's time to pretend!
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die fähigkeit, von der ich glaubte dass sie mich ausgezeichnet hat, verliert an wert. finde ich das gut? nein, ich finde das überhaupt nicht gut. aber es tut mir gut.
Sonntag, 7. September 2008
ich merke, wie ich langsam die fronten tausche. ganz langsam. ich kann ihr nicht helfen. will ich auch nicht mehr. sie muss anfangen zu reden. aber nicht mit mir. ich will das nicht hören. und er muss anfangen zuzuhören. und ich muss anfangen sie wegzustossen, wenn sie mit mir darüber reden will. mit dieser unsicherheit, die ich an ihr hasse. die ich an ihr nicht ertragen kann. sie hat kein recht dazu, diese unsicherheit, achwas ihre ANGST so offen vor mir zu zeigen. ich will das nicht hören. ich will das nicht hören! und immer habe ich das gefühl, ich ersticke. ihre unfähigkeit, die ich an mir nicht ertrage, die macht mich rasend. und sobald sie anfängt, fühle ich, wie sich mein schutzschild aufbaut. und ich drehe mich weg. ich bin geschützt. durch das einfache recht, dass ich damit nichts zu tun habe. und wenn ich nicht hinhören will, ist das okay. ich bin kein monster. das rede ich mir ein. und mein verständnis, das ist da. aber es kommt am schutzschild nicht mehr vorbei. nicht mehr so wie früher. und das ist gut so. ich kann ihr keine stütze sein.
und ich tue, als ob ich das wasser in den augen nicht gesehen hätte. und ich danke ihr, dass sie es unter kontrolle hatte. sie hat es begriffen, dass es zuviel ist für sie. ich auch. aber was kann ich tun? nichts. sie schafft es nicht alleine. ich alleine schaffe es aber auch nicht, ihr zu helfen. und ich erinner mich an die einzige familienkonferenz, die wir jemals hatten. der tag, an dem sie mich von den bullen abholen mussten.
vielleicht ist es wieder zeit. ich weiss es nicht. ich weiss nur: ich alleine kann ihr keine stütze sein. und das macht mich nicht zum monster, nein.
Samstag, 6. September 2008
wenn es wirklich so ist wie du sagst, dann ist das jetzt der zeitpunkt an dem ich sage: tu etwas. lass dir irgendwas einfallen. um mich zu überzeugen, dass es noch sinn macht noch irgendetwas in diese beziehung zu investieren. und um mir zu zeigen, dass DU überhaupt hinter dieser beziehung stehst. ZEIG MIR, dass du diese beziehung willst. it's your turn now. komm mir entgegen oder ich bin raus.