Donnerstag, 28. Februar 2008

rest now, weary head

wie die eine mutter auf dem sofa in der elternecke sitzt und meine jacke näht, während sie ihren jüngsten in die weite welt hinaus schickt und ich seit minuten (gefühlten stunden) mit kopfschmerzen und dem teller in der hand nicht an den eltern im flur vorbeikomme. weil immer wieder neue auftauchen und so viel zu erzählen haben. und dann die andere mutter, die dir ein bisschen island mit in die bunten wände bringt. einfach so. und sowieso - die eltern. mein job ist grandios.

und erst hat man so viel zu erzählen und berichten. und kaum liegen anderthalb stunden schlaf dazwischen, wird alles egaler. und man fängt einfach da an, wo man grade steht und abgeholt wird. immerhin ist das meine aufgabe. die in all dem trubel etwas untergeht. und während man da sitzt, ein bündel von power, glück und zufriedenheit auf dem schoß, und ein bündel von traurigkeit neben sich sitzen hat, denkt man sich: das kenn ich, ich weiss wie das ist. und man blinzelt völlig ergriffen die tränen weg, während 50 kinder da sitzen und stolz und voller ehrlichkeit ihre einstudierten lieder rufen. diese selbstverständlichen worte und diese ehrlichkeit, die sind einiges wert. die trennen welten. und dann all das bunte papier. und ich weiss, wie es ist. wir beide wissen genau, wie es wirklich ist. auf ihrer seite zu sitzen. und auf meiner seite zu sitzen. es ist beides scheisse. aber es geht vorbei. eine ära ist rum. eine ära von 2 1/2 jahren. und was bleibt, merkt man erst, wenn man begreift, dass es vorbei ist. bis ich begriffen habe, bin ich raus. mein persönlicher vorteil. rest now, weary head.

mit all den bildern, all den gerüchen und all den ideen geh ich schlafen. nach sovielen unruhigen nächten. und alles was zu sagen bleibt: ich bin zufrieden. rest now, weary head. you will get well soon. nur eins finde ich schade. hätte man doch die gabe der kinder, wirklich alles so zu meinen wie man es sagt. und dann auch noch so dabei von innen heraus zu strahlen. es würde die welt um einiges besser machen. wir erwachsene konnten es mal. und haben es verlernt. weil man mit der gleichen selbstverständlichkeit lernen musste, was lügen und täuschungen sind. wussten sie, dass bereits kinder im grundschulalter den berühmten maskeneffekt beherrschen? die wurzeln liegen bereits im vorschulalter. denken sie mal drüber nach, wo wir hinkommen, wenn wir genauso weitermachen wie bisher. und jetzt weiter mit musik.

Dienstag, 26. Februar 2008

hello sleep, come into my life.

Montag, 25. Februar 2008

smile like you mean it

"postitulierte ölgötze". kaum geschlafen und dann auch noch albträume dabei.
lang nicht mehr so ruhelos gewesen. ich kann sowas nicht leiden.

Sonntag, 24. Februar 2008

und? muss ich mich jetzt rechtfertigen, vor dir, vor mir, vor der welt?
und das schlimme ist - es ist ja noch nicht einmal das. es ist ja noch nicht einmal das.

Samstag, 23. Februar 2008

musik, die alte droge.

arriving somewhere... (2)

am ersten tag meiner reise war ich also völlig damit beschäftigt festzustellen, dass die gelassenheit der isländer mal so gar nicht vergleichbar ist mit der ruhe der deutschen und dass keiner meiner mitbewohner es irgenwie für nötig hielt, bescheid zu geben, wenn er das haus verlassen und für die nächsten 5 stunden nicht daran denken würde, es wieder zu betreten. der nächste morgen fing ähnlich an - den beiden doch etwas molligeren gastgebern morgens beim poppen unter der dusche zuhören zu müssen - das war nicht unbedingt meine vorstellung davon gewesen, nach knapp anderthalb jahren wieder auf auf isländischen grund und boden anzukommen. wo war der isländische spirit? die grandiose natur? wasserfälle, trolle, unglaublich interessante menschen mit wollmützen und allerlei viehzeug?? dazu kam der frisch gezogene zahn und das hier irgendwie nicht mehr so wirklich wirkende ich-bin-eine-prinzessin- und-du-kannst-mir-gar-nichts-gefühl. die einzigen hinweise darauf, in island angekommen zu sein, lieferten nach einer schrecklich schlaflosen und phantomzahnschmerzenreichen nacht am nächsten tag die surmjólk- und mjólk-verpackungen in der küche, die ebenfalls einen erneuten heulflash bei mir erzeugten. gott, ich war also wirklich in island! wie lange hatte ich keine muuu-verpackungen mehr gesehen? island. ich war zurück. und das anfängliche doch recht überwiegende "scheisse, bin ich unselbständig"-gefühl vertrug sich erstaundlicherweise bestens mit dem "scheisse, ich bin echt wieder hier"-gefühl.

Freitag, 22. Februar 2008

mir ist da gerade zum glück aufgefallen, dass wir zwischen praktikum und semesteranfang ja noch zwei wochen frei haben. nicht auszudenken was passiert wäre, hätte ich zwei wochen zu früh vor der uni gestanden.

arriving somewhere... (1)

ich weiss nicht mehr, wie es war, als ich am 9. März 2007 mitten in der nacht aus dem flugzeug stieg, aber dafür weiss ich noch ganz genau, wie ich geguckt habe, als ich in dieser dreckigen gammeligen, echt versifften erdgeschosswohnung ankam. und ich weiss noch, wie ich nen heulflash gekriegt habe, als man mir auf isändisch versuchte zu sagte, "in 3 tagen gehts dann weiter richtung süden." da stand ich also - völlig übernächtigt irgendwo in island, genauer gesagt irgendwo in reykjavik, mit gepackten koffern - und bis eben noch total bereit fürs abenteuer. ich stand in einer typischen isländischen 4-zimmerwohnung - und habe dieses land und schonmal eben die nächsten 3 monate im vorraus verflucht. die wohnung war klein und ein zimmer (natürlich das grösste) wurde an einen 35jährigen langhaarigen finnen vermietet, mein platz für die nächsten zwei nächte war die couch gleich neben der tür zum finnenraum und neben dem vollgekackten vogelkäfig mit diesen fiesen papageiviechern drin. erst in drei tagen würde sie, schwester meiner eigentlichen zukünftigen farmerin, mich zu dem verabredeten treffpunkt bringen – irgendwo in der mitte zwischen reykjavik und hella. dort sollte man mich dann aufsammeln und zum eigentlich angestrebten zielort mitnehmen - eine farm in hvolsvöllur, irgendwo in der nähe von hella und dem meer. solange solle ich mich doch bei ihnen (ihr, ihrem freund und dem finnen) in der dreckswg wie zu hause fühlen. leichter gesagt als getan. ich gab mein bestes. aber als dann noch 3 hasen dazukamen, die ab nun im badezimmer wohnen sollten und dabei ständig den duschabfluss vollkackten, konnte ich für ein paar stunden nicht mehr nachvollziehen, wie ich auf die blöde idee kam, island unbedingt noch einmal bereisen zu müssen. immerhin konnte einer der drei englisch (was mir aber nicht viel brachte, weil den ganzen tag am arbeiten. genau wie sie. und der finne.) aber der finne hatte gute musik im schrank. und das ist in so einer situation schonmal viel wert. bis man bemerkt, dass kein cdplayer oder sonstiges musikabspielgerät in der wohnung vorhanden ist. höhepuntk des tages: die relativ geile fensteraussicht, die ahnen liess, dass es draussen tatsächlich anders sein musste als drinnen.

Donnerstag, 21. Februar 2008

closer

Und all das von uns ist jetzt im moment, ein paar hundert kilometer entfernt, irgendwie so gar nichts mehr wert. und wieso? weil man jeden tag ein bisschen klüger wird. und noch weniger versteht. weil man jeden tag ein bisschen mehr hofft und ein bisschen mehr logischer denkt. weil man – jeden einzelnen tag – immer wieder den wetterbericht hört, obwohl man doch draussen sieht, wie das wetter wirklich ist. weil man jeden tag, bevor man ins bett geht, denkt: morgen ist ein neuer tag. ein tag für mich allein. ein tag, an dem ich alles besser mache. und beim aufwachen ist einem klar – irgendwie ist das alles so gar nichts mehr wert. und wieso? weil man jeden tag ein bisschen klüger wird. und noch weniger versteht.

Mittwoch, 20. Februar 2008

BACK IN TOWN

manchmal bedarf es einem gespräch mit - für den jetzigen moment – völlig irrelevanten themen, um an eine zeit erinnert zu werden, in der es mehr gab. eine art und weise, die an eine zeit erinnert, in der man eine ahnung davon bekam, was es heisst, den wind zu verstehen. der wind, der mir geschichten erzählt. übers leben. ich hab an mir vorbeigelebt. an mir vorbeileben lassen. um 180 grad gedreht. das ist meistens schade. manchmal von vorteil, aber immer traurig. ich war geblendet. in dieser stadt, in diesem terminplan voller anstrengender stunden, lauter menschen und überfüllten sbahnen. in dieser lauten stadt, voller anstrengender menschen und überfüllter oberflächlichkeit. die stadt, die mich verändert. alles was wichtig war, verlor sich in raum und zeit. du hast mich verändert. innerhalb so kürzester zeit. du ziehst mich weg von mir, in all deinem chaos. ich fühle mich wie dieses kind, über das wir stundenlang diskutierten. vor dem freinet immer gewarnt hatte. das montessori zu verhindern versucht hat. das kind, mit dieser kraft in sich. das kind, dass die reggianer zu retten versuchen. ich weiss von meinem potenzial. alles was ich brauche ist wasser, erde und wind. meinen wind, der nach ferne schmeckt. und endlich wieder platz zum schreiben. für mich ganz allein. I'm back.