Dienstag, 9. September 2008


irgendwann wird das gras klamm. der platz neben mir ist unbesetzt, niemand darf sich setzen, ich halte ihn frei für den winter. ich kann ihn schon riechen, den schnee und den regen, die kalte nacht und die eiskalte luft. wir schauen zusammen über das dorf. ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, einmal habe ich jemanden mit hier hoch genommen. ich versuche mich zu erinnern, aber ich weiss nicht mehr. ich weiss vieles nicht mehr. es ist lange her. was wohl passiert, wenn ich morgen aufwache? ist irgendwas anders? dreht sich die welt schneller? ist jemand abgestiegen? was ist über nacht passiert auf der welt? dann ruft der mitbewohner an. erzählt von verdrehten kontonummern, verpatzten soundchecks und weissen hasen. ich kann weder folgen noch zuhören. wir verabschieden uns und ich lege auf. wie sie eben mit mir über die wiese gelaufen ist. sie wird älter. jeden tag. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? wenn sie nicht mehr da ist? was wird das für ein tag? ich kann es mir nicht vorstellen. ich schaue über das dorf. hier bin ich gross geworden. hier gab es die schönsten winter. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? und die erinnerungen an früher immer blasser werden? wenn ich mich auf einmal gar nicht mehr erinnern kann? dann fällt mir ein, dass ich wieder vergessen habe der hochschule zu schreiben. was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? und das studium nicht mehr das ist, was es mal war? dreht sich die welt dann schneller oder langsamer? oder was wohl passiert, wenn ich eines morgens aufwache? in einem anderen land, am ende der welt? dreht sich die welt dann schneller oder langsamer? und was wohl passiert, bis sich meine welt gar nicht mehr dreht? weder um mich noch um ein 'dich' noch um sich selbst? dann klingelt wieder das telefon, es schreibt der entfernte bekannte. entfernt, weil er in den bergen sitzt. bekannt, weil ich nicht weiss, was er sonst ist. was wohl passiert, wenn ich morgen aufwache? weiss ich dann, was er ist? oder ist es immer noch okay, so wie es ist? dann sehe ich, wie wie sich untem am hang ein fenster erhellt. wie sich menschen hinter den vorhängen bewegen. was wohl gerade an anderen orten der welt passiert? sitzt irgendwo jemand, der aufgehört hat zu fragen? oder gerade erst damit begonnen hat? jemand mit den antworten, die ich brauche? dann bemerke ich, wie sich das fieber wieder ausbreitet. mich wärmt. das schlimmste ist, auf das radfahren zu verzichten. beim fahren finde ich antworten. auf alles. stattdessen sitze ich auf dem hügel. schaue auf das dorf hinunter. anfangs nur mit einer frage. ich wollte wissen, wieso es so schwer ist. wieso man überhaupt etwas aufgeben muss. jetzt sind es so viele fragen. irgendwann steh ich wieder auf und gehe. jetzt sind zwei plätze unbesetzt. es ist anscheinend doch noch zu früh für den winter.


kannst du mir zeigen wo der wassergeist immer sitzt wenn er spielt?


stale taste of recycled air

Montag, 8. September 2008


und jedes mal denke ich: "wahnsinn. sowas hat die welt noch nicht gesehen. besser gehts nicht." und dann weiss ich nicht was ich sagen soll, wenn ich immer wieder sehe: wahnsinn. es geht NOCH besser.

(aber bei amanda palmer und the section quartett hör ich auf. besser soll es gar nicht sein.)
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genau das ist es. ein pol. und kein schwankendes etwas, kein wankendes etwas. ein pol. eine ruhezone.
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wie ich auszog um zigaretten zu holen. wie ich als nichtraucher zurück kam.
wie ich auszog um zu gehen. und als arriver wiederkam.
wie ich auszog um zu lieben. und mit
wie ich auszog um zu lernen. und
wie ich auszog um zu leben.
und wie ich auszog, um
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sibi, altes haus!
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shot statt spot
kürbis statt sonnenblume
der unterschied zwischen nicht und kein.
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wake up now, it's time to pretend!
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die fähigkeit, von der ich glaubte dass sie mich ausgezeichnet hat, verliert an wert. finde ich das gut? nein, ich finde das überhaupt nicht gut. aber es tut mir gut.

Sonntag, 7. September 2008


ich merke, wie ich langsam die fronten tausche. ganz langsam. ich kann ihr nicht helfen. will ich auch nicht mehr. sie muss anfangen zu reden. aber nicht mit mir. ich will das nicht hören. und er muss anfangen zuzuhören. und ich muss anfangen sie wegzustossen, wenn sie mit mir darüber reden will. mit dieser unsicherheit, die ich an ihr hasse. die ich an ihr nicht ertragen kann. sie hat kein recht dazu, diese unsicherheit, achwas ihre ANGST so offen vor mir zu zeigen. ich will das nicht hören. ich will das nicht hören! und immer habe ich das gefühl, ich ersticke. ihre unfähigkeit, die ich an mir nicht ertrage, die macht mich rasend. und sobald sie anfängt, fühle ich, wie sich mein schutzschild aufbaut. und ich drehe mich weg. ich bin geschützt. durch das einfache recht, dass ich damit nichts zu tun habe. und wenn ich nicht hinhören will, ist das okay. ich bin kein monster. das rede ich mir ein. und mein verständnis, das ist da. aber es kommt am schutzschild nicht mehr vorbei. nicht mehr so wie früher. und das ist gut so. ich kann ihr keine stütze sein.

und ich tue, als ob ich das wasser in den augen nicht gesehen hätte. und ich danke ihr, dass sie es unter kontrolle hatte. sie hat es begriffen, dass es zuviel ist für sie. ich auch. aber was kann ich tun? nichts. sie schafft es nicht alleine. ich alleine schaffe es aber auch nicht, ihr zu helfen. und ich erinner mich an die einzige familienkonferenz, die wir jemals hatten. der tag, an dem sie mich von den bullen abholen mussten.
vielleicht ist es wieder zeit. ich weiss es nicht. ich weiss nur: ich alleine kann ihr keine stütze sein. und das macht mich nicht zum monster, nein.

Samstag, 6. September 2008

wenn es wirklich so ist wie du sagst, dann ist das jetzt der zeitpunkt an dem ich sage: tu etwas. lass dir irgendwas einfallen. um mich zu überzeugen, dass es noch sinn macht noch irgendetwas in diese beziehung zu investieren. und um mir zu zeigen, dass DU überhaupt hinter dieser beziehung stehst. ZEIG MIR, dass du diese beziehung willst. it's your turn now. komm mir entgegen oder ich bin raus.

Freitag, 5. September 2008

wenn ich mir vorstelle, dass diese scheibe mehr als 24 stunden in einem heft wie diesem eingeschlossen war. mit voller absicht. wie kann er es wagen?

Donnerstag, 4. September 2008


und wieso erfahr ich sowas immer erst monate später? nachdem eh alles egal ist?

Mittwoch, 3. September 2008


hey hey hey,
here i go,
here i go into the days.

Montag, 1. September 2008

"yes! platz 3!" oder "hm, nur platz drei." ?