Freitag, 8. August 2008


hörigold

Donnerstag, 7. August 2008


"..., wenn Sie 'Ihren Hut in den Ring werfen' wollen!"

brüller.









Mittwoch, 6. August 2008


am anfang hab ich noch getan, als würde ich nur so dort sitzen. keine zwei minuten später gab ich anweisungen im kopf, beurteilte der "lehrerin" anweisungen und schnalzte bei misserfolg mit der zunge. dann stand ich auf, fuhr weiter zum see und liess mich, völlig beschwingt, völlig unterbuttern.

Dienstag, 5. August 2008

time has told me

ich seh die zwei, munter am stramplen. kopf und körper sind sich einig: außen dran vorbeiziehen. den berg hoch. oben dann. die lunge brennt wie verrückt. ich biege um die kurve und sehe diese monster-steigung. als wäre der berg nicht schon genug gewesen. hinter mir die beiden. kopf ganz klar: ich muss da hoch. und zwar bevor DIE oben sind. oben angekommen, die lunge blutet. fast. weiter. weiter. immer weiter. nach 3 km sehe ich die bank. sitze 2 minuten neben statt auf dem rad. und erst als ich mich wieder auf den rückweg mache, ist auch der puls wieder da, wo er hingehört. auf dem rückweg bin ich dann erstaunt, dass es auch einfach geht. mit der monster-steigung. wenn keine menschen im spiel sind. wenn ich fahre, so, wie es grade gut für mich ist. wenn ich fahre, ohne jemanden überholen müssen zu wollen. ohne den ehrgeiz, von hinten nach vorne. noch schneller oben anzukommen. ohne den ansporn, die eigenen grenzen zu übertrumpfen und die kräfte hinauszögern zu wollen. ohne den siegeswillen, als erstes oben anzukommen. besser zu sein. und ich schalte runter und fahre. in zeitlupe. na und? was solls? ich muss mich nach vorne lehnen, denn ich habe das irre gefühl, mein rückgrad kippt hinter die senkrechte. ich fahre mit ehrgeiz, ansporn und siegeswillen. aber anders gerichtet. nicht nach außen, sondern nach innen. nicht "besser als sie", personenbezogen, sondern "besser als eben", fehler- und auf-mich-bezogen. oben angekommen bin ich zufrieden. leave the ways that are making me be what I really don`t want to be.

eigentlich wollte ich dann untenlang. am wasser. aber links, da seh ich die beiden. SCHON WIEDER. wie oft sind die mir heute schon begegnet und haben mich überholt? 6 mal? und wieso sehen die noch so fit aus? sie stehen, ruhen aus und beraten. kopf und ehrgeiz schütteln sich die hände, als ich - natürlich - den wasserweg meide und stattdessen mit wucht an ihnen vorbeiziehe. egal wo ich rauskomme, ich kenn die strecke nicht. aber diese kleine genugtuung, die gönn ich mir von herzen. blöd: hinter der kurve dann ein ewig lange berg. ich seh die beiden im augenwinkel. hoch. hoch. als erstes oben ankommen. als erstes oben angekommen. und dann wieder runter. kurz ausruhen, davon ausgehen, sie endlich abgeschüttelt zu haben. am nächsten berg dann die bodenlose frechheit. von links aussen kommt sein unverschwitztes rosa hemd. zieht vorbei. "ja servus! wir sinds schon wieder!" DAS GIBTS DOCH NICHT! dann zieht sie vorbei: "ja, wir schon wieder. nur sie sind viel beständiger als wir." wtf? diesmal bleib ich hinter ihnen. fahre die 1,5 km mit blick auf ihr weisses hemd. 20 meter vor der abfahrt dann, da ignoriere ich das knirschen in knie und lunge und ziehe zum letzten mal mit gutem tempo ganz aussen links vorbei. ich biege links ab, sie biegen rechts ab. hinter der nächsten kurve, auch hier widerstehe ich wieder dem drang, kurz anzuhalten und schicke mich völlig ko die letzte anhöhe hinauf. am haus angekommen bin ich sehr zufrieden.

nowhere. and it's now.

I've got better things to do
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wie wenig man versteht. wenn ich gewusst hätte, dann wäre es anders gewesen. er lag da. und ich dort. seltsame gefühle. die kluft durch unverständnis. unwissenheit. und dann sprang der eingebildete selbstschutz an. ganz automatisch.
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when the back lights have broken.
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frei bewegen kann ich mich erst, als sie weg sind. und ich laufe mit einer selbstverständlichkeit durch das haus, dass ich lachen muss.
und während ich sitze und lücke um lücke fülle und versetze, denke ich mir: das hatte ich mir anders vorgestellt.
(natürlich habe ich die tür abgeschlossen. auf so einen blödsinn habe ich gerade überhaupt gar keine lust.)
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Won't you come and say
If you know the way to blue?
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es passt alles nicht mehr. gar nichts. ich will dieses verständnis nicht. und als ich aus dem fenster schaue, sehe ich, wie das wasser auf die unterseite des blauen kahns tropft. und wütend gehe ich, nehme das rad und bemerke nicht einmal den regen.
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I ain't more than a minute away from walking
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ich drücke auf den knopf, und es geht. und allein dafür, dass er die cult da stehen hat, verdient er jenes attribut. und als die ersten töne den leeren raum füllen, komme ich zurück und will mich an das erinnern, was wichtig ist. ich bin hergekommen mit einem "wollen" und "können", ich bin zurückgeblieben mit einem "müssen". jetzt liegt es an mir, mir das zu erklären.
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A double kick drum by the river in the summer

Montag, 4. August 2008

the grass is always greener on the other side.

Samstag, 2. August 2008

mitgerissen.

nach wochen, ach, nach MONATEN zum ersten mal. der wirkstoff knallt sofort erbarmungslos ins blut. die kopfschmerzen passen sich an. hämmern im takt mit den caixas. die surdos schleudern sich durch die gesamte blutbahn, der körper nimmt den fremden herzschlag auf. das reissen geht in die venen. vereint beide herzschläge. wie konnte ich ohne? die caixas knallen, drängen sich zwischen den stampfenden herzschlag. die muskeln zucken. die shakers leiten, umfassen den rücken, stossen in den beat. nach wenigen sekunden der sturz in die fluten. die donnernden surdos fangen auf. alles ohne apito. er schmeisst die ganzen hände, mit seiner stimme. macht den clown. schreit: dersoundauspaderborndemdieleutevertraun. wie kann man sowas in worte fassen? die surdos starten wieder. die peitschenden caixas reissen ihr donnerndes stampfen hoch, antworten, hängen sich dran. kaum niedergelassen im bass, reissen wieder hoch. wer einmal blut leckt, der will noch mehr. der wirkstoff groove im gesamten blutkreislauf. zügellos. rhythmus-nivana.

und dann nochmal. und wieder baut sich der grund auf, un dos tres: surdo-solo. wie ein wasserfall. stampfenaufdichzu fallenüberdichher bretternüberdichhinweg. und wieder caixa. mischen sich ein, peitschen mit rasender geschwindigkeit dazwischendahinterdavorüberall wie kann man sowas in worte fassen? das herz pumpt. der kopf ist leer. voll mit. diefingerzucken. völlig gefangen im eigenen kreislauf. gesichert zwischen stampfenden und wirbelnden geschwindigkeiten. es gibt seit den ersten vier sekunden keinen eigenen herzschlag mehr.


manche seiten an mir gehen manchmal unter. wie konnte ich ohne? ein wasserfall an rhtyhmus. 85x2 ergibt 170 hände. das herz pumpt. nach sieben minuten lege ich auf. und kann nicht fassen, warum ich nicht auf die idee gekommen bin, nächste woche nach hause zu fahren.

when will i ever get home?

Freitag, 1. August 2008

und wie man durch den wald läuft (vor sich: wurzeln, hinter sich: wurzeln, neben sich: wasser), da denk ich mir: der mensch ist eine sonderbare erfindung. der mensch. alles muss er unbedingt sehen, anfassen, fühlen. überall eindringen, seine fussspuren hinterlassen. sich einquetschen, in geschichte raum und zeit. alles muss er begaffen. überall muss er langlaufen und angucken. seine nase reinstecken, sich einbringen, seine gedanken in die welt spritzen. (ich bin ja selber so. ich muss ja selber sehen und fühlen und anfassen. und wenn es nur das wasser ist, dass an der einen stelle noch eiskalt zwischen den steinen hervorspringt. ich bin ja selber so. und wenn ich dann auch noch zum tourist werde, dann finde ich das zwar immer noch sonderbar. aber immerhin akzeptabel. bis mir wieder auffällt, wie sonderbar der mensch ist.)
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kristallblaue augen. mal unnahbar und fern. ruhig und mit glatter oberfläche. man würde hineinspringen. wenn da nicht etwas wäre. was davon abhält, in stille wasser zu springen. see no reflection at all. und dann aufgewühlt, wie stürmische see. aber die wellen sind weich, kräuseln sich und wenn man die hand hineinstreckt, spürt man, dass es unter der oberfläche noch andere dinge gibt.



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was für grandiose namen.
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troops to enforce yourself.
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rückversetzt in der zeit. als ob sie die herren der lüfte wären. mühelos gleiten sie. leben über der stadt. reign. und wir nur geduldet. klein und beeindruckt. die ausnahme, die am strassenrand steht, bestätigt diese fantasie-tastische spinnerei.
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there's something that we both can't deny
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in jenem moment ist es okay. die beste lösung. später dann, als alles ins auge gebrannt und sichtbar, da seh ich mich als lächerlich. das bin nicht ich. bin ich das? die aussenwirkung auf sich selbst.
und später dann, als alles ins auge gebrannt und sichtbar, da finde ich es genauso unerträglich. das bin ich. aber das will ich nicht sein.
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wie es geht und wann ich komme. sie müssen mich mal gehen lassen. wenigstens für ein paar tage. raus aus dem geflecht, dass sich an manchen tagen wie schlingen um die füsse legt. und mich bremst und stolpern lässt. (im grunde tun sie es ja. mich gehen lassen. es war der moment.)
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spagat zwischen nichts und gar nichts. urlaub. traumhaft.
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"its a beautiful morning. the sky is black as ink."
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wie kann er mich ertragen, wenn ich mich selbst nicht ertragen kann?
if this is communication
i disconnect
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ab nächster woche wieder ein bombastischer sternenhimmel. dimensionen. (aus weiter ferne die lichter. die mich an dich erinnert haben.)
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so viele eindrücke. so wenig worte. so wenig ausgesprochen. hitze, farben, menschen, gerüche, häuser.
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und dann die eigendynamik, wenn allein schon menschen von unterschiedlicher nationalität aufeinanderprallen und ohne etwas zu tun schon zuviel getan hat. menschen. sonderbare erfindungen.
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"es ist früh im jahr und ruhig in den weinbergen von hunawihr. nur ein leichter wind kräuselt ein paar schneeflocken durch die luft." (04.02.2001)
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lalala. taubtaubtaub.
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"und wenn du erst verstanden hast, was in deinem eigenen kopf passiert, stellst du dich auch einer ganzen herde von fliehenden pferden. ob du sie alle aufhalten kannst, ist eine andere frage. flieh! auf! hinaus ins weite land. die welt ist aus ton, und es wird scherben geben. aber wen interessiert das heutzutage schon?"
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und wo bist du, wenn es schneit?