Montag, 17. November 2008



ich sehe und höre so viel, aber aufschreiben tue ich davon nichts. irgendwann muss auch mal schluss sein, mit diesem "ich bestehe zum grössten teil aus text".
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ich freue mich, wenn er nicht anruft. nicht jetzt und nicht hier. denn ich möchte bei mir sein, wenn das telefon schellt und hier zuhause ist das alles anders.
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ich kämpfe mit den blättern, vor allem aber mit dem wind. stundenlang. ich fühle mich irgendwie wie ein stadtmensch, den man aufs land losgelassen hat. und den man jetzt machen lässt, so naturerfahrung und ausgleich und so. ich schiebe die riesigen blätterberge von links nach rechts und wieder zurück und eigentlich ärgere ich mich, wenn der wind alles wieder verteilt. uneigentlich freue ich mich, weil ich wieder von vorne anfangen kann und alles nach erde und nassen blättern riecht. und dann denke ich mir: für meinen zukünftigen beruf, dafür bin ich nicht geschaffen.
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zum ersten mal liegt der briefkastenschlüssel nicht mehr oben auf dem kasten.
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zum ersten mal folgt dem "hallo" keine umarmung. am nächsten tag dann schon, aber er ist zurückhaltender geworden. im gegensatz dazu der andere. während wir da stehen und uns mit den trommlern unterhalten und einer von denen noch "hey, da ist ja mützchen" ruft und ich mich unter gar keinen umständen umdrehe, hängt er mir auf dem arm, auf den schultern, auf dem rücken, an den beinen. fast immer hab ich kinderhände im gesicht und in den haaren oder klebrigsüssen kinderatem im nacken. als er dann das halbe klo unter wasser und unter seife setzt und wieder heulend bei mama auf dem arm hängt, mag er mich kaum ansehen und ich seh zu, dass ich verschwinde. das ist ein guter zeitpunkt um die biege zu machen.
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überhaupt, die trommler. das macht keine laune, wenn man sitzen muss.
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spontan steh ich vor ihrer tür, sitze kurz in ihrem wohnzimmer und bin nach 10 minuten wieder weg. wahnsinn, denke ich noch. kommen und gehen wann ich will, das es toleriert wird und dass es vor allem akzeptiert wird. dass die freundschaft dabei keinen bruch bekommt. scheisse, denke ich noch, als ich am nächsten abend die tür hinter mir zuziehe. der bruch ist da. (ich frage mich dann, ob das überhaupt geht. ob eine ernsthafte freundschaft so funktionieren kann. und ob eben die eine andere freundschaft, bei der es eben doch so klappt, nicht nur die berühmte bestätigende ausnahme ist dafür ist, dass es eben nicht funktionieren kann.)
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dieser start in die woche gefällt mir.
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hin oder nicht hin, konsequenz oder glück? überhaupt: vor oder zurück?? irgendwie jung und irgendwie alt, auf gleiche weise dumm oder weise. wahrheit oder pflicht? paderborn und freiburg. laut oder leise, ich oder du.
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das milkyway, dass ich vor nem guten halben jahr in die truhe gelegt habe, liegt immer noch da. yeha!
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zum ersten mal seit ewigkeiten laufe ich wieder in ein krankenhaus. vage kann ich mich an das letzte mal erinnern - da lag der bruder mit kaputten auge; ich mit freund und schwester hin und wir standen vor seinem bett und dann kippt der freund um und mir geht die pumpe und ich setze ihn vor die heizung und er kommt wieder zu sich und das traubenzucker das er von der krankenschwester bekommt hatte eine lilane verpackung und wir wollen gehen und er sagt "klar fahre ich" und ich sage "never" und er fährt dann doch und wir fahren zu seinem damaligen kumpel und wir kochen spaghettis und sitzen zu viert und geraucht wird nur auf dem balkon und wir stehen draussen und er sagt "ich liebe dich" und ich sage "hier, noch ein traubenzucker" und die kleine schwester ist müde. jetzt laufe ich also wieder in ein krankenhaus und mir ist komisch unkomisch zu mute.
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freecastleo
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ist ja nett und schön, dass sie eine neue matratze angeschafft hat. aber ich schlafe schlecht und ich will meine alte zurück. und in der zweiten nacht liege ich in meiner kuhle und schlafe so gut wie schon lang nicht mehr.
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und alle sagen "du hast dich verändert" und das stimmt irgendwie auch.
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der blick an, der mir sagen soll: "blöde kuh".
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"das kannste schon so machen, aber dann ist es halt kacke!"
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all problems solved with laugther


2 Kommentare:

Matthias hat gesagt…

der letzte satz.
genau.

frau a hat gesagt…

irgendwo hab ich ihn aufgeschnappt. ich weiss leider nicht mehr wo. aber da hab ich auch gedacht: dieser satz. genau!