Hush
It's okay
Soulmate dry your eyes.
Freitag, 30. Mai 2008
Mittwoch, 28. Mai 2008
run my baby run
es gibt momente, da gibt es nichts anderes. und da geht auch nichts anderes. und es zieht mich weg, es zieht mich einfach raus, raus aus der stadt, weg vom land, weg von den menschen und den strassen. weg von den gewohnheiten und vor allem raus aus den stagnierenden gewohnheiten. weg von den menschen, die ich liebe. und weg von den menschen, die ich weniger liebe. weg von menschen, die ich kenne und vor allem weg von menschen, die mich kennen. weg. weit weg.
es ist nicht "weg-wollen", es ist das "weg-müssen". nicht nur für zwei wochen. nein. neues sehen, altes nicht sehen. begreifen, erkennen. weiterkommen. die flut spüren. neuen sand finden. neue menschen. abstand. fliehen. sammeln. raus aus der enge, die sich zuhause nennt. weite. fernweh. überhaupt, die option! unbekanntes. auf sich allein gestellt. hinter sich lassen. ich will hier nicht eingehen. weil alles so gleich ist, sich alles mal ändern muss. neue herausforderungen. und abgesehen davon: offenheit, interesse. und im überschaubaren rahmen dann der ausbruch. (fast) immer richtung nordstern.
zugeben muss ich aber vor allem auch unfähigkeit. vor lauter bäumen sieht man den wald nicht mehr. weiss jeder, kennt jeder. das ständige auf-dem-sprung sein. zwischen den stühlen sitzen. mit der ferne dauerbeschäftigt. da übersieht man leicht die dinge vor der haustür. aber vielleicht macht es ja gerade das so grandios? die räumliche distanz. das anschliessende wiederkommen. das gehen und wieder ankommen können. und dann schauen: wirklich stagnation? oder doch progression?
im gegensatz dazu: nicht mehr "weg-müssen", nicht mal mehr "weg-wollen". sagen können, ich bin hier. und ich bliebe hier. und ich will nicht weg. was muss das für ein gefühl sein. wenn man zufrieden ist, wenn das reicht. "hier will ich bleiben". wenn man all das vor der nase hat? nicht mehr wegfahren, um anzukommen? wenn ich all das, was mich wegzieht, vor der haustür habe? entweder die hölle oder das paradies. das weiss ich noch nicht. ich befürchte, dass es schön ist. und gleichzeitig hoffe und befürchte ich: nein, niemals. mit mir nicht, das schafft keiner.
(es ist ja nicht so, als ob ich da jetzt zum ersten mal drüber nachdenken würde. aber die erkenntnis letztens, die ich nicht verstanden habe. die hat mich erschreckt.)
Montag, 26. Mai 2008
Donnerstag, 22. Mai 2008
reading letters, not writing them
keine musik mehr. nur majas stimme, die malt sich durch die wohnung. und ja, ich bin schon fast froh, dass ein blauer koffer solche kreise zieht. denn es wurde anstrengend. und es ist schön, in den raum zu kommen, und sie ist mal nicht die erste, die mich anspricht. vielleicht gehe ich das falsch an. vielleicht sollte ich dankbar dafür sein. bin ich ja auch. aber es interessiert mich einfach nicht. und sobald die vorstellung rum ist, fällt der vorhang. und wenn man sich vorstellt, dass ein clown nach jeder runde - ja was wäre das denn für eine welt? krank wäre die welt. und ich begreife nicht, dass das so schwer zu verstehen ist.
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und alles was ich will, ja, das weiss ich. so ungefähr. ich hab antworten. aber ich selbst stelle mir keine fragen. was bringen antworten ohne fragen? nichts. gar nichts. und unsicher beschreibt das wohl alles am besten. und ich baue grenzen. wo keine sind. ich suche mauern, die nicht da sind. lege mir selber steine in den weg. und ich weiss nicht, ob es jetzt wirklich die selbstachtung oder eher die tatsache ist, dass es tatsächlich immer eine sachliche und eine emotionale ebene gibt. 10 stunden. obwohl nein, mittlerweile haben wir 20 stunden. nicht nur kompensiert, sondern überkompensiert. konflikt-managment eben.
und was man sonst alles noch so mitnehmen kann. mit dem druck der jüngeren. und dem drang der älteren. aber das wird mir um diese uhrzeit zu viel. tolerieren bleibt der kleinste gemeinsame nenner - ich habe die entscheidung toleriert. nicht akzeptiert. und ich war ganz verblüfft, als sie dies feststellte. und obwohl ich es eigentlich nicht wollte, habe ich widersprochen. immer und wieder. eigentlich nicht mit absicht. und er saß da. und stärkte mir den rücken. und als er dies tat, da wurde es auch ein bisschen einfacher. ich geh aus dieser runde als sieger. ich bin gewachsen. und das macht mich stolz. und ehrlicher zu mir selbst.
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und nach 30 stunden kann ich nur sagen: unsicherheit ist fruchtbar. es war ein anfang. und am ende, das mit der welt, das waren nicht nur leere worte sondern ein stück wachsen, ein stück erwachsen, ein stück verständnis für menschliche gegebenheiten. und vor allem aber ein stück für mich selbst. natürlich fängt es bei den enttäuschten erwartungen an - wie bei uns, 2 persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. (auch hier wieder - selbstwahrnehmung vs fremdwahrnehmung. habe ich was verpasst? bin ich geworden, ohne es zu merken? und das mit dem lockerflockig und alles easy, das fand ich jetzt auch nicht.) und als sie aufeinander knallten, ich habs an ihren augen gesehen. sie hat sich selbst verraten. ohne sich untreu zu werden. und ich kann mit recht sagen, dass ich stolz bin. auf mich und auf den fakt, dass ich die emotionale ebene nicht einmal gesehen habe. das wäre mir früher nie gelungen. ich habe eine fassade verlieren können und wurde dabei getragen vom "wir". ICH, die in einer gruppe aus weibern auf oberflächlichkeit pocht, weil es einfach zu anstrengend wird. ich bleibe auch dabei. also bei der oberflächlichkeit. aber die ist jetzt anders. zieht jetzt andere kreise und so. warum aber auch nicht? was will man denn mehr? vielleicht eins noch. nämlich verstehen. ich hab mich oft wiedergefunden in den folien. ich hab sogar versucht, das drama von damals einzuordnen. vor allem aber habe ich versucht, die fehlenden eigenschaften zu finden. (stattdessen gefunden: eine mögliche erklärung)
(und er hatte total recht. ob das nun wahrheit ist oder nicht, das ist völlig egal. wir legen uns eh immer alles so zurecht, bis es passt.)
und alles, was ich jetzt will, ist schlafen. (nur eines noch. glaubst du ernsthaft, ich wäre da letztens 10 stunden lang mitgefahren, wenn du nicht neben mir gesessen hättest? du zeigst mir, dass das alles auch anders geht. und dafür danke ich dir. dass du mich zur mir bringst. ohne seminarraum, ohne doktortitel, ohne 30stündige veranstaltung. auf so simple weise. und: dass du mich zu dir bringst. auf ebenfalls so simple weise.)
Sonntag, 18. Mai 2008
watching the world from the bright side
wenn ich mit dem zug von paderborn nach freiburg (oder auch umgekehrt) fahre, dann hab ich viel zu viel zeit, um die leute zu beobachten. heute wieder. (letzte mal hatte ich ein gestörtes heimkind im abteil. ich liess sie reden. über koks, heime, die pille danach, erdrückende knastmauern, kaputte herzmaschinen und alles was noch so dazu gehört. hinterher hatte ich das gefühl, ich wär diejenige mit dem knacks.) und heute, wie sie beide da so sitzen, ich hab mich kaum getraut. und mit dem türgeknalle und dem taschengerolle und der brötchentüte, ich hab mich - trotz verständnisvollem nicken - selten so einbrecherisch gefühlt. und als ich dann da so saß, und wie sie da beide so saßen. ich hab gedacht, hilfe. so ein unglaublicher wechsel zwischen nähe, vertrautheit und distanz. und dann liegt sie wieder in seinen armen, die füsse auf dem sitz, mit dem kopf an seiner brust. und am fenster fährt frankfurt vorbei. gross, kalt, anonym. und ich denke mir "man ist das schön" und "wär er doch hier" (und morgens vorher liege im bett und überlege, was schöner ist. und ich konnte mich nicht entscheiden. aber brauchte ich auch nicht.).
wah. und als ich dann beschlossen habe, studium einfach mal studium sein zu lassen und als dann noch grade, während ich warte, das telefon klingelt und die caixas explodieren (und dann auch noch "die runde war extra für dich!"), da fliesst mir dann die glücksuppe fast aus den ohren.
Montag, 12. Mai 2008
imagine the world without
"komm nicht zu spät, mein junge wartet auf dich!"
ich bin der könig der welt. und sowas von freihändig. und barfuss wie schon lange nicht mehr. und dann: lauf weg lauf weg. aber anstatt zu laufen, fahre ich. und mir liegt eine welt zu füssen. genaugenommen sogar zwei.
"und schneien soll es ja bald auch wieder. erzählt man sich so."
und wie er da in dem gras liegt. inmitten der gänseblümchen. und ganz plötzlich vier leute auf ihn zustürmen und alle unterschiedliches wollen (inklusive mir). und wie ich noch denke "oh oh, gleich wird er ganz ungehalten und rot im gesicht", da fängt er auch schon an, mir zuzuzwinkern. und da weiss ich schon, aha, so geht das also.
"sandkastenprobleme." selbstisolierung.
und man muss genau aufpassen, welchen eltern-teilen man was erzählt. und vor allem, welchen was zuerst. und als ich da so langgeradelt bin, in voller montur, und den wagen schon von weitem sah, da dachte ich mir nur "mist, falsch angefangen."
und wenn er dann bald 40 wird, und sie 30, dann denke ich mir: verrückt. aber schön. und wie wir da heute mit dem rad und so, schick. sehr sehr schick.
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eigentlich schon aufgefallen? irgendwie sind jetzt die rollen vertauscht. ich = du, er = ich. und du? spielste überhaupt noch mit?
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es war mal so, dass ich gelacht habe. und den ort verflucht habe, die stadt und das zimmer, in dem alles begann. mittlerweile denke ich mir: ' ja. freiburg ist schön. solange es überschaubar bleibt. '
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man hat das gefühl, als wäre man nie weggewesen. und überhaupt ist es ganz toll, zu hause zu sein. und das leben, für das ich andere immer beneidet habe, ja, jetzt weiss ich wie das funktioniert. und jedes mal, wenn er mit am tisch sitzt, denke ich mir: 'hm. naja.'
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und ich ertappe mich dabei, wie ich am telefon sage: ja, ein grill. nur für uns. das wäre toll. überhaupt, an diesen abenden schmeckt das bier einfach zu gut. so wie gestern. ich hätt da noch stunden sitzen können. und es scheint andere wege zu gehen in freiburg. man hat letzte woche den seepark entdeckt. soso.
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und dass er in all der hektik und der arbeit und dem wenigen schlaf trotzdem anruft, das find ich schön.
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und nachher, da steh ich auch wieder um 8 uhr auf. dazu muss ich sagen, es gab da mal zeiten, da hab ich da alles ein bisschen anders gesehen. und anders verstanden. das ist wie mit fröbels stufen. ich könnte jetzt nachgucken, wie das genau war. ja, und als ich das dann auch wirklich mache, da denk ich mir: 'soso.' denn ich hab keine ahnung mehr.
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ja was soll denn das? ich weiss nicht, was ich davon halten soll. obwohl, nein. das stimmt nicht ganz. im grunde kenn ich die antwort schon. ja, nein, jein. ich mein, wie soll das denn funktionieren? kinder-isländisch lernt man nicht mal eben in drei tagen. vor allem nicht bei dieser hexe. aber eins ist klar. nämlich.
Sonntag, 11. Mai 2008
sätze die sagen "das wars"!