Sonntag, 18. Mai 2008

watching the world from the bright side


wenn ich mit dem zug von paderborn nach freiburg (oder auch umgekehrt) fahre, dann hab ich viel zu viel zeit, um die leute zu beobachten. heute wieder. (letzte mal hatte ich ein gestörtes heimkind im abteil. ich liess sie reden. über koks, heime, die pille danach, erdrückende knastmauern, kaputte herzmaschinen und alles was noch so dazu gehört. hinterher hatte ich das gefühl, ich wär diejenige mit dem knacks.) und heute, wie sie beide da so sitzen, ich hab mich kaum getraut. und mit dem türgeknalle und dem taschengerolle und der brötchentüte, ich hab mich - trotz verständnisvollem nicken - selten so einbrecherisch gefühlt. und als ich dann da so saß, und wie sie da beide so saßen. ich hab gedacht, hilfe. so ein unglaublicher wechsel zwischen nähe, vertrautheit und distanz. und dann liegt sie wieder in seinen armen, die füsse auf dem sitz, mit dem kopf an seiner brust. und am fenster fährt frankfurt vorbei. gross, kalt, anonym. und ich denke mir "man ist das schön" und "wär er doch hier" (und morgens vorher liege im bett und überlege, was schöner ist. und ich konnte mich nicht entscheiden. aber brauchte ich auch nicht.).

wah. und als ich dann beschlossen habe, studium einfach mal studium sein zu lassen und als dann noch grade, während ich warte, das telefon klingelt und die caixas explodieren (und dann auch noch "die runde war extra für dich!"), da fliesst mir dann die glücksuppe fast aus den ohren.

1 Kommentar:

dieLinda hat gesagt…

haach, gib mir doch mal ein löffelchen ab, von deiner glückssuppe