Mittwoch, 29. Oktober 2008

the story goes on and on and on and on and on and on and
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chance hin oder her. der einsatz ist hoch genug. noch höher sollte ich ihn nicht setzen.
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er sagte, er möchte einen brief schreiben, mit mir zusammen. ich sagte: das ist eine gute idee. und ich frage mich, wie es sein wird nach den jahren. ich habe immer ausreden gesucht (und gefunden), damit es nicht zustande kam. weil immer zweifel waren, dass man in illusionen gelebt hat. und dass illusionen in zukunft zu unrealistisch werden. aber jetzt, jetzt brauche ich ihn. es zieht mich dorthin. und wir werden dort stehen und uns anschauen und uns nicht wiedererkennen. und wir werden sitzen und den brief schreiben. und ich werde ihn spielen sehen, auf seiner bühne. und wir werden erzählen. und ich, ich werde ruhiger werden. da gehe ich von aus.
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everything.
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ich fuhr mit dem rad durch den wald, durchs feld, durchs dorf und durch den fluss. und jedes mal, wenn ich stürzte und wieder aufsteigen wollte, schien mir mein rad zu sagen "es kommt auf den einsatz an. wenn der einsatz stimmt, bringe ich dich überall hin".
wenn ich könnte, würde ich mich jetzt aufs rad setzen. und fahren. und schauen, was mein einsatz noch wert ist.
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heute sehe ich in der ganzen stadt plakattapezierer. überall. einfach überall. wie riesenameisen.
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ich springe hin und her, solange ich zornig bin gibt es keinen platz für furcht. spielend leicht auf der einen seite, nicht tragbar und vor allem nicht schaffbar auf der nächsten. der tagelange kampf find seinen höhepunkt im fieber.

ich gehe aus der tür, gehe unter diesen besonderen und bedeutsamen umständen die strasse entlang, die ich auch sonst jeden tag mindestens 4 mal, meist singend, überquere. seltsamerweise bin ich dieses mal in sekundenschnelle das mädchen von damals. es ist auf einmal, als wären die letzten jahre nicht dagewesen. nichts. plopp. alles weg. die erinnerungen sind so real dass es mich fast zerreisst als die sonne am himmel steht und sich die strasse mit menschen füllt überall menschenmenschenmenschen und ich will rennenundgleichzeitigniewiedereinenschrittvorwärtstunundichbinstarrvorunwillen
allesisthellunddunkelesistheissundkaltund

aber: natürlich gehe ich weiter, natürlich fahre ich weiter. natürlich gehe ich durch die tür, natürlich ziehe ich mich um, natürlich setze ich mich. denn: die letzten jahre haben existiert. und das mädchen von damals gibt es nicht mehr. ich habe dazugelernt und das ist der zeitpunkt. und abgesehen davon: es blieb mir einfach nichts anderes übrig.

(damals hätte ich nicht so reagiert. damals hab ich nicht so reagiert. damals hab ich alles aufs spiel gesetzt. und verloren. und in dem sinne gewonnen. aber dieses mal, diesesmal will ich nicht verlieren. und dadurch gewinnen. zumindest das ist einfach.)

jetzt, 24 stunden später frage ich mich: wo bin ich hin? was davon ist die wahrheit? und dann denke ich: blödsinn.
und ich höre auf mit dem mist.
denn - es blieb mir wirklich nichts anderes übrig.
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ausreden.
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und es gibt dinge, die machen mich so wütend, dass ich
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da sitzt einer in der ersten reihe und lacht. und ich könnte ihm eine dachlatte über den schädel ziehen. wie kann einer in so einer situation lachen? überhaupt so unglaublich gelassen und relaxt sein, während das ganze studium im chaos versinkt?
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nothing
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und sie sagt ehrlich: meld dich mal wieder. das letzte mal, dass ich ihr schrieb, ist so lange her, dass der pc nichtmal mehr ihre handynummer erkennt. glaubt sie das denn ernsthaft? es gab mal zeiten, da war das anders. die zeiten sind vorbei.
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und als die buchstaben verschwimmen, muss ich aufstehen und durch das zimmer laufen.
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ganz aus reflex tippe ich ihr an der kasse auf die schulter. zwei minuten später denke ich, dass ich mir das ganz schnell wieder abgewöhnen sollte.

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