ein junges mädel im bandkapu an der rewe-kasse. beim gärtner die schwester vom früheren kindermädchen, die mit ihren beiden kurzen meinen bruder im skiurlaub in obertauern getroffen hat und so tut, als sei das das normalste der welt. eine mutter aus dem kindergarten im rewe am kisten schieben. kein briefkasten, dafür ein alter holzkorb. und der alte nachbar, dem fallen bald die augen aus dem kopf. dass es den aldi schon gar nicht mehr gibt - ich habs nicht gewusst. und dann der 14 jährige, der mit seiner mutter hochprozentigen kaufen geht. "wieviel willst du denn einkaufen?"- und der dann auf dem parkplatz an der fahrerseite einsteigt. diesmal fallen mir bald die augen ausm kopp.
das "schlagzeug zu verkaufen"- schild an der edeka-pinnwand. ich kenn die handy-nummer. und wie immer ein kleines grummeln im bauch. NICHT verkaufen, leute. SPIELEN. obwohl es mir ja irgendwie genau so geht.
und irgendwie ist es ja sinnvoll, nicht alle zelte abzubrechen. man kommt ja wieder. irgendwann. auch an jenem abend hab ich die zügel kurzgehalten. ich kann das ja auch nicht, jedes mal dieses szenario. die ruhe ist schon lange weg. aufbruchsstimmung. alle verschwinden. ich auch mal wieder. 7 wochen sind ne verhältnismässig lange zeit. und die seeluft schmeckt nach regen.
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oh wie ich diese tage immer hasse. erst die tage, in denen man verlässt und hinter sich lässt und dann die tage, in denen man wieder ankommt. man findet keine ruhe, weiss nichts mit sich anzufangen und sowieso ist alles ganz seltsam. und anstatt die tausend hausarbeiten und berichte zu schreiben, die in 3 wochen abgegeben werden müssen, sitzt man mit fremden leuten in der küche und unterhält sich über campingmöbel und potenziellen permanenten autodokumentarismus. gestern wars unter anderem ein grieche mit sehr langem vornamen und nur englisch im für mich verständlichen sprachrepertoire. mikrosystemtechnik. boar nee ej. und dann dieser 2m lange musiker - frau w. in männlicher ausgabe. und das solls dann für die nächsten 2 jahre auch nicht unbedingt sein. ich bin ja eher froh, dass ich sie nicht mehr jeden tag ertragen muss. sowieso, so ne mitbewohnersuche ist eigentlich immer sehr lustig. es lenkt von der eigenen unruhe ab. und sobald man merkt, derjenige ist es nicht, dann kann man unglaublichen müll erzählen. fies. aber herrlich. going down swinging.
vielleicht bin ich verrückt, aber momentan kann ich besser viele fremde leute in der küche sitzen haben als menschen, die ich schon kenne. und die vor allem mich kennen. kann man nur hoffen, dass es diesmal insgesamt anders läuft als beim letzten mal. aber das tut es ja sowieso. bleibt zu hoffen, dass es besser läuft.
Montag, 31. März 2008
back in town
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