Samstag, 20. Dezember 2008

i've been trough the desert on a horse with no name


- wenn jemand familienvater von 3 kinder ist.
- wenn dieser jemand sagt, seine frau hätte es beim zahnarzt in der zeitung gelesen
- wenn man erzählt, dass dieser jemand eine decke im auto hatte und ganz aufgeregt gewesen
sei.

und jetzt ist es weg. und ich möchte 4 jahre alt sein und schreien und toben und weinen und mir die decke über den kopf ziehen. und nicht hier sitzen und mich sagen hören "ja, gut so."
--
und genauso knapp und wenig-platz-gebend, so bin ich grade auch.
--
ich bretter durch die tage, dass ich gar nicht mehr merke, wann eigentlich ein tag zuende und ein neuer begonnen hat. wann aufgaben erledigt sind und wann pause ist. und alles mit einer kaltherzigkeit, ohne die das gar nicht funktionieren würde.

und trotzdem halte ich oft an und bin erstaunt. über alles.
--
und keinen einzigen tag länger hätte ich es ausgehalten, mit all den bildern und fotos und plakaten und dingen und sachen und stücken und miststücken.
--
neil young's heart of gold.
und ein herz aus gold, ja, das hast du auch. und ich entschuldige mich jetzt schon dafür, dass ich gehen werde ohne mich zu verabschieden. ich werde die tür zuziehen, während du noch schläfst. ich werde den schlüssel in den briefkasten legen und den bus zum bahnhof nehmen. wenn du aufwachst, werde ich weg sein und erst in einem dreiviertel jahr zurückkehren. vielleicht aber auch schon nächste woche, mal sehen.

(aus der reihe: mitbewohner der welt)
--
bier aus longdrink-gläsern, schuldigung, das geht mal gar nicht!

Freitag, 19. Dezember 2008



mädels, ich wär soweit !
let the show begin

Dienstag, 16. Dezember 2008

tage wie diese



und nichts ist schöner zu sagen als gute nacht gute nacht gute nacht

[Tomte]

Sonntag, 14. Dezember 2008

und je mehr ich entferne, desto ruhiger werde ich. desto tiefer atme ich durch. aufeinmal kann ich wieder richtig atmen, habe raum, platz. für einen moment bilde ich mir ein, die kopfschmerzen wären verschwunden. und je leerer es wird, desto freier fühle ich mich. sämtliche kisten kommen auf den dachboden, der mitbewohner hilft beim hochstemmen. alle verträge sind unterschrieben, alle vereinbarungen getroffen und die stipendium-kohle ist unterwegs. ich sitze hier am fenster und denke mir: die nächste woche, die wird auch noch zu schaffen sein. und ich überlege kurz, ob es vielleicht sinnvoller gewesen wäre, erst nächste woche mit dem ausräumen anzufangen. nachdem wirklich alles erledigt ist. aber dann denke ich mir: was ist falsch daran, mich jetzt schon frei zu fühlen?

Freitag, 12. Dezember 2008

und die ersten kartons stehen immer noch im flur.


die ersten kartons sind da.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

zwischen tag und nacht kann ich längst nicht mehr unterscheiden.

und erst muss ich dann doch lachen, als ich den schneepflug sehe.
und dann ist es doch nur die müllabfuhr.
und dann ziehe ich meine sommerjacke an und gehe los.
weil so ist es immer.
ich muss mich anziehen und gehen.
einen fuss vor den anderen.
und ich habe respekt vor leuten, die wie ein bodenloses fass schwarzen kaffee in sich hineinschütten können.

Montag, 8. Dezember 2008


enten füttern und das eis auf pfützen zerdappen. obwohl das seminar längst angefangen hat.

Sonntag, 7. Dezember 2008

irgendwann gehen gegenüber die lichter aus. ich stehe am offenen fenster und denke: 'die letzten 3 stunden waren schön'.
--
ein glühwein macht warm.
zwei glühwein machen deprimiert und zu schwermütig.
drei glühwein machen zufrieden.
der vierte fängt an, die welt zu drehen. ganz sachte.

heute nur geld für zwei.
ich komme nach hause.
deine nummer in abwesenheit auf dem telefon entspricht glühwein nr 3.
das ganz arg späte auflegen glühwein nr 4.
--
wie zufällig schau ich aus dem fenster und krieg große augen, als ich auf die strasse schaue. leise öffne ich das fenster und werde zeuge eines momentes, der lügenbespuckt ist. und so schön anzusehen ist.
--
wie dünn der ordner am anfang war. und das, was drin war, eigentlich überflüssig war. aber auf einmal gab es den ordner, also musste auch was rein. und jetzt - wie sich der inhalt der blätter verändert. und wie dick der ordner wird.
--
im stundenplan eingetragene märchenzeit
--
und jedes mal, wenn ein hindernis aus dem weg geräumt ist, taucht na klar - ein neues auf. ich bleibe ruhig und nehme jedes in angriff. denn zumindest eine gewissheit habe ich: in vier wochen ist alles vorbei. und in vier wochen fängt alles an. und erst dann kann ich begreifen. erst dann will ich begreifen. und es ist mir egal was sie alle denken. alles was ich tue, ich tue es mit der zeitlichen begrenzung in kopf und kalender. sie fangen an, den abschied zu planen. und ich denke mir: keine chance. ohne mich.
--
kalt sind die finger deiner hand
hart sind die worte die du sprichst
rauh sind die lieder die du singst
und herrlich ist die hoffnung die du bringst
[e.o.c]
--
blickst du böse, weil ich so gütig bin? (Mt 20,15b)
im semesterplan eingetragenes stundenlanges bibelwälzen. warum noch mal gleich?
--
ich frage mich, ob ich dich sehen wollen würden könnte. am gate soundso. ob ich dich überhaupt nochmal sehen werde. und wenn ja, in was für einem kontext.
--
ich muss in den mietvertrag schreiben "... weil der hauptmieter die räume später wieder selbst nutzen will." will ich das überhaupt?
--
in meiner jetzigen zeitrechnung ist die adventszeit mit all ihrer besinnlichkeit beschränkt auf vier tage.
--


mach doch wenigstens das fenster zu, blödmann.